Klappentext

 

Auf den ersten Blick ein fröhlicher, sehr unanständiger Zukunftsroman, in dem männergeile Männer es bei so ziemlich jeder Gelegenheit miteinander treiben, von zart bis hart, am liebsten öffentlich, während die bürgerliche Gesellschaft sich an den Anblick gewöhnt und neuartige Strukturen entwickelt, um solch abartiges Geschehen zu integrieren.

Bei näherer Hinsicht hält Jens van Nimwegen der heutigen Gesellschaft den Spiegel vor wie dereinst Pasolini. Die 120 Tage von Sodom reloaded, aber leichter, spielerischer, ohne Fäkalien und ohne Grausamkeit, wenn man von einer zwischen zwei Steinen zermalmten Gebissprothese absieht. Was erwartet unsere so tolerante Gesellschaft von ihren Homosexuellen? Wie fühlen die sich, wenn sie zur Abwechslung mal nicht kuschen wollen?

Philosophisch betrachtet ist die Erzählung darüberhinaus ein Gedankenexperiment zum Sinn und Zweck des gesetzlichen Schutzes von etwas so schwer Greifbarem wie der Würde des Menschen im Gegensatz zum Tierschutz.