Klappentext 2011

 

Thomas – homosexuell, intelligent, gebildet – fühlt, dass ihn seine eher spießige Erziehung in Verbindung mit seinem starken Charakter im Wege ist beim Ausleben seiner Lust. Höchste Erregung erlebt er nur, wenn ein dominanter Mann seine Abwehrreflexe mit Autorität und Fesseln ausschaltet. Auch Erniedrigungen machen ihn geil. Er träumt schon lange von einer Liebesbeziehung in radikaler Ungleichheit ohne Ausweg. Gegen Ende seines Studiums hat er Jens kennengelernt.

Jens, ein frei denkender Akademiker, ist in der Lage, die Verantwortung für einen Leib- und Haussklaven zu übernehmen und ihn in gegenseitiger Liebe abzurichten zu einem scham- und hemmungslosen sexuellen Tier – drei Jahre lang, wobei Studium und Karrieremöglickeiten nicht beeinträchtigt werden dürfen. Jens versteht es, bei Männern, die sich ihm hingeben, Gefühle von Angst und Scham in höchste Lust umzupolen und so immer wieder Grenzen zu verlegen.

Der erste Teil des Romans ist ein Bilderbogen aus Szenen dieser Abrichtung, lustvollen Erniedrigung und Grenzverlegung, wie sie im heutigen Deutschland durchaus geschehen könnten, in Liebe und völlig legal. Dieser Teil könnte dem Leser als Bausatz für die eigene SM-Beziehung dienen.

Im Laufe dieser anderthalb Jahre finden sich fünf gleichgesinnte Männer zusammen zu einer Art Familie, die auf Ungleichheit gebaut ist.

Diese Männerfamilie macht Eindruck auf Andere. Darum wird ihr eine märchenhafte Chance geboten, die sie ergreift. Im zweiten Teil lesen wir, wie an einem großen, lustvollen Projekt für Herren, Knechte und Sklaven gebaut wird. Hier geht der Roman dem Thema ‘schwul alt werden’ nicht aus dem Wege.